
(AFP)
So sieht er aus unser Kanzler, so staatsmännisch, auch ohne Krawatte und Jackett. Wollen wir das aufgeben?
Warum darf Paul Martin weiterregieren?
Saqiyuq - 6. Jul, 17:20
Diese Woche wird einfach eine gute Woche!
Warum?
Montag habe ich den ganzen Tag geschlafen, anstelle zur Arbeit zu gehen
- Mein Arbeitsplan sieht ein Besuch des Museum of Civilisation vor
- Heute war ich schon beim Sport, diesmal shallow crunch anstelle des Deep Turbos
- Mein Laptop hat zwar immernoch keinen Ton, aber der Discman hat die ganze Eminem CD durchgehalten
- Meine Kreditkarte ist wieder aufgetaucht, gesperrt bleibt sie trotzdem
- Das bedeutet, dass die Herren von BONOBO mich doch nicht bestohlen haben
- Das Wochenende war richtig schön
- Morgen telefoniere ich mit meinem Panther
- Ich habe angefangen, meine Konten aufzuräumen
- Es sind nur noch 32 Tage, bis ich wieder daheim bin
- East of Eden ist großartig und bald kommt Harry Potter 6 raus (was für ne Mische)
Saqiyuq - 5. Jul, 21:49
Ehrlich, ich habe keinen Schuhtick. Ich gucke in meinen Kleiderschrank und zähle acht Paar Schuhe, davon sind zwei Paare Flipflops und ein Paar Sportschuhe. Gut, daheim und daheimdaheim sind vielleicht noch ein paar zu finden, aber im Großen und Ganzen bin ich sehr gemäßigt, finde ich.
Es gibt aber zugegebenermaßen ein Problem mit mir und Schuhen. Ich tendiere dazu, sie mir eine halbe bis ganze Größe zu klein zu kaufen. Angefangen hat es damals mit den Skaterschuhe, Airwalks und DCs, und es endet mit pointy high-heels...aber auch vor zu kleinen Flipflops mache ich nicht halt. Ich falle auf den Satz: "Die weiten sich" bei zu engen Highheels 'rein und ich wollte nie zu riesig aussehende Sneakers...und Flipflops mit Nemo gibt es eben nur bis Größe 3-4 (Kindergröße...). Derzeit wird keins der fragwürdigen Paare getragen, meine Füße sind blasengeplagt und praktisch komplett zubandagiert. Das sollte mir vielleicht zu denken geben, aber ich freue mich schon, wenn die nächste Runde des Kampfes losgeht!
Saqiyuq - 5. Jul, 18:16
Am Canada Weekend habe ich mir auch erstmals die Tarotkarten legen lassen. Es hat mich ziemlich überrascht und noch mehr gefreut.
Meine erste Frage betraf mein Liebesleben - what will it be like?
Die Karten sahen einen Ritter, hoch in den Wolken, begleitet von einem nur blass zu sehendem Pfau, dessen Schwert seine Intelligenz ist, dessen Kopf über allem schwebt, der nichts auf Gerüchte und Lästereien gibt. Der Ritter sagt mir manches sehr direkt, auch Unangenehmes, weswegen ich mich oft angegriffen fühle. Er macht es jedoch nicht aus Bösartigkeit, sondern weil er mich liebt und es gut mit mir meint. Der blasse Pfau zeigt seine Schönheit, der er sich jedoch nicht bewusst ist.
Als Herrscherin werde ich die Mutter seiner Kinder sein, verschlungene Kelche deuten auf unsere unendliche Liebe hin, die durch nichts zu zerstören ist und über allem steht er als Herrscher, guter Mann und Vater, der größeres zu verwirklichen hat.
Michelle und der Tarotleger waren beide überrascht, wie positiv die Legung war, nur Emotionskarten und alle positiv. Ich habe es auf Kassette und muss Michelle noch mal nach den genauen Karten fragen. Sehr interessant war, dass ganz zum Schluss durch den auffrischenden Wind eine Karte vom Tisch gefallen war und in meinen Schoss fiel...l'indulgence...alles ist so schön und so gut, dass ich Panik bekomme oder gelangweilt werde und versuche, Abenteuer zu suchen oder auszubrechen...
Saqiyuq - 4. Jul, 19:50
Mein Jahr in Kanada ist allmählich ziemlich abgerundet. Nun durfte ich auch Canada Day erleben. Ein schöner Tag: alles läuft rot-weiß bekleidet oder bemalt mit Kanadaflaggen durch die Stadt, hört Musik, feiert ein friedliches Land und wartet auf das große Feuerwerk.
Obwohl wir ein paar Mal nass geworden sind, hatten Michelle, Seb und ich viel Spaß. Wir waren ja auch mit Bikinis als Unterwäsche perfekt vorbereitet und durch das viele Canadian Beer auch innerlich aufgewärmt. Gut, trotz des Regens war es immer noch warm draußen, von daher wäre das vielleicht gar nicht nötig gewesen...:-)
Den Hauptact des Abends, Sam Roberts, kannten wir sogar persönlich oder zumindest indirekt persönlich. Leider habe ich meine treppensitzenden Nachbarn in Montreal nie richtig ernst genommen oder gar Gespräche darüber geführt, was sie außerhalb des abendlichen Treppesitzens und Biertrinkens denn noch so tun. Dann hätte ich vielleicht erfahren, dass einer der regelmäßigen Gäste, Sam, eine Rockband hat, die eine der ehrlichsten und direktesten Alben der letzten Zeit produziert hat und damit doch ganz schön erfolgreich ist. Jetzt weiß ich es und freue mich.
Saqiyuq - 4. Jul, 19:37
Ich komme gerade von meiner ersten Stunde Deep Turbo Aquafitness wieder. Obwohl ich mich gegen den teuren Club mit Personaltrainer entschieden hatte, hatte ich heute eine Privatstunde bei Elisabeth, ausgewanderter Schweizerin und Schwaegerin von Trottoir, dem Ingenieur, der McGill gleich ein ganzes Gebaeude gestiftet hat.
Glueck muss man haben, dann erlebt man auch im Gemeindeerholungszentrum nette Dinge. Bis gerade dachte ich, dass die Stunde vielleicht doch etwas zu locker war, aber nun kann ich kaum noch meine Arme und Beine bewegen...heute Nacht werde ich hoffentlich sogar bei der Hitze schlafen koennen. Deep Turbo, das klingt irgendwie nach einem Porno, dabei meint es nur schnelle Uebungen im tiefen Wasser...ah ja. Das wird von nun an zweimal woechentlich gemacht, an den anderen Tagen steht der Fitnessraum mit anschliessendem Schwimmen an. Ich muss Mich bewegen nach 7 1/2 Stunden in klimatisierten, kuenstlich beleuchteten Raeumen oder gar dunklen Archiven.
Saqiyuq - 29. Jun, 21:51
Nachdem ich gestern Lunch mit dem Premier von Ontario hatte...gut, zusammen mit all den anderen Mitgliedern des Ottawa Club of Canada...es gab uebrigens Tomaten-Gazpacho, Kaninchenkeule an buntem Sommergemuese auf Kartoffelspitzen und Apfelstrudel...bin ich heute bei DIAND, dem Department of Indian and Northern Affairs Canada. Die haben in ihren Bib-PC ein perfides System, das mich vom E-Mail Schreiben abhalten soll. Aber immerhin das Bloggen koennen sie derzeit noch nicht verhindern! DIAND ist irgendwie ein bisschen spannender fuer mich, interessant, wie riesengross die Verwaltung der Ureinwohnerangelegenheiten Kanadas ist. Ich habe mich bereits dreimal verlaufen. Jedenfalls muss ich das behaupten, in dem Fall, dass mich jemand hier auffindet, denn mein Besucherpass gilt nur im 13. Stock. Mikrofilme koennen aber nur im 14. kopiert werden. Und das mache ich hier...Jahresberichte durchstoebern, Korrespondenzen kopieren und Schlagwoerter in Suchmaschinen eingeben...
Saqiyuq - 29. Jun, 13:45
Ich muss mein Urteil ueber meine neue voruebergehende Heimat revidieren, nachdem ich mir einen Reisefuehrer gekauft habe. Nun gut, es ist keine wirkliche Revision, aber in PC Canadian English wird mein Viertel so viel netter beschrieben, jedenfalls dann, wenn ich mich zu Wellington West zaehle und das ist die Strasse, die ich beim letzten Mal beschrieben habe:
...farther west...the street changes its name...as it enters an eclectic neighbourhood with down-to-earth-cafes and shops. The area doesn't fit into a neat moniker, but a visit will prove to be one of those journeys of discovery sometimes experienced when exploring a city...
Das klingt doch nett, da mache ich mich gleich 'mal auf, Sonne im organischen Kaffeehaus genießen.
Saqiyuq - 27. Jun, 15:14